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Von Ho-Chi-Minh-Stadt bis zur kambodschanischen Grenze: Auf zwei Rädern durch Westvietnam und Streetfood entdecken

Mein Vietnam-Abenteuer geht mit voller Kraft weiter! Nachdem ich von den atemberaubenden Landschaften im Norden aus mit meiner treuen Begleiterin Lucy Richtung Osten aufgebrochen bin, hat mich die Reise nun endlich in die südliche Megastadt Ho-Chi-Minh-Stadt (Saigon). Aber noch ist kein Ende in Sicht. Diesmal lenke ich mein Fahrrad nach Westen und fahre direkt auf die kambodschanische Grenze zu.

Ich ließ den weltberühmten, schier unvorstellbaren Motorradverkehr von Ho-Chi-Minh-Stadt hinter mir und machte mich auf meinem treuen Roller auf den Weg zu einer anspruchsvollen 200 Kilometer Reise. Ziel: Die pulsierenden Grenzstädte im Westen Vietnams!

Staubige Straßen, schmale Gassen und der erste Boxenstopp

Kaum hatte ich Ho-Chi-Minh-Stadt hinter mir gelassen, wurde ich mit dem wahren Gesicht des ländlichen Vietnams und einigen wirklich schwierigen Straßenverhältnissen konfrontiert. Es war unglaublich heiß, die Fahrspuren waren schmal und die Straßen völlig zerfurcht. Als ich die ersten 100 Kilometer hinter mir hatte, waren es das herzliche Lächeln der Einheimischen und ihre spontanen Einladungen, “Hey Kumpel, komm, trink ein Bier mit mir!” Das war mein erster Zwischenstopp. Egal, wie anstrengend die Straßen in Vietnam auch sein mögen – die Gastfreundschaft der Menschen lässt einen die Müdigkeit sofort vergessen.

Ein Abenteuer in einer Grenzstadt: Drei Stunden auf der Suche nach einem Hotel!

Nach einer langen und anstrengenden Fahrt kam ich endlich in einer Grenzstadt an, die vollständig mit bunten LED-Lichtern beleuchtet war. Glücklicherweise fiel meine Reise mit den Neujahrsfeiertagen (Tet) zusammen, sodass der ganze Ort von einer festlichen, lebhaften Atmosphäre geprägt war. Diese Feierlichkeiten brachten jedoch eine große Herausforderung mit sich: Eine Unterkunft finden.

Aufgrund des Neujahrsandrangs und der üblicherweise strengen Vorschriften für Ausländer in einem sensiblen Grenzgebiet wurde ich von vier verschiedenen Hotels abgewiesen. Ich stand kurz davor, die Nacht auf der Straße zu verbringen, als ich mich als letzten Ausweg an die örtliche Polizeiwache wandte. Dank der unglaublich hilfsbereiten Polizisten fanden sie ein Zimmer für mich. Ich war viel zu erschöpft, um an diesem Abend noch die Stadt zu erkunden, und schlief sofort ein, doch das eigentliche Abenteuer erwartete mich am nächsten Morgen auf den örtlichen Straßenmärkten.

Ein wahrhaft einzigartiges Erlebnis: befruchtete Wachteleier und Wachtelspezialitäten

Die Streetfood-Märkte im Westen Vietnams sind eine echte Herausforderung für den Gaumen – und den Mut! Als ich auf der Suche nach einem Frühstück die Imbissstände durchstöberte, stieß ich auf eine der berühmtesten Köstlichkeiten Vietnams: Ganz gebratene Wachtel mit einer speziellen Glasur, serviert mit befruchteten Wachteleiern (ähnlich wie Balut).

Wie wird es serviert? Die Wachtel wird im Ganzen gebraten, einschließlich Kopf und Innereien. Sie wird mit einer typisch vietnamesischen, süß-herzhaften Glasur serviert, dazu gibt es eine spezielle Dip-Mischung aus gewürztem Salz und Pfeffer.

Um ganz ehrlich zu sein: Wenn man das Gericht zum ersten Mal sieht – mit intaktem Kopf und sichtbaren Augen –, kann das schon ein wenig einschüchternd wirken. Ich habe zwar darauf verzichtet, die Innereien wie die Leber zu essen, aber das Wachtelfleisch selbst war unglaublich zart, perfekt gegart und voller Geschmack. Die Harmonie zwischen dem herzhaften Fleisch und der süßen, klebrigen Glasur war absolut spektakulär.

Die wahre Bewährungsprobe für den Mut war jedoch die befruchtetes Wachtelei. Wenn man die weiche Schale abzieht, kann man tatsächlich die winzigen Adern im Inneren sehen. Aber sobald man es in das Gewürzsalz taucht und einen Bissen nimmt, schmeckt es fast genau wie ein reichhaltiges, cremiges hartgekochtes Ei. Es gibt kaum einen Unterschied im Geschmack, und es ist wirklich köstlich!

Was dieses kulinarische Abenteuer noch schöner machte, war die Freundlichkeit der Einheimischen. Jemand zeigte mir genau, wie man es isst, während ein Verkäufer vom Nachbarstand herbeieilte, um mir Servietten zu bringen. Und haltet euch fest: Dieses ganze Festmahl kostete nur 15.000 Dong (etwa $0,60 USD / 20 türkische Lira)!

Das Ritual des vietnamesischen Kaffees und des grünen Eistees

Gleich nach dem Frühstück habe ich mich sofort in ein Café in der Nähe geflüchtet. Ich war schon immer ein großer Fan der vietnamesischen Kaffeekultur, aber die Baristas hier haben das wirklich zur Perfektion gebracht. Vietnamesischer Kaffee entfaltet ein bemerkenswert kräftiges, natürliches und vollmundiges Aroma, das einen schon beim ersten Schluck in seinen Bann zieht.

Außerdem gibt es hier eine wunderbare lokale Tradition: Wenn man einen Kaffee bestellt, wird dieser automatisch zusammen mit einer kleinen Teekanne serviert, die mit eiskaltem Vietnamesischer Grüntee Auf Kosten des Hauses. Der Wechsel zwischen dem kräftigen, vollmundigen Kaffee und dem erfrischenden, spritzigen Eistee ist ein absoluter Game-Changer.

Nachtleben: „Sticky Corn“ und der Karaoke-Hype

Wenn die Sonne untergeht, strahlen die Straßen im Westen Vietnams eine ganz andere Energie aus. Es gibt eine goldene Regel, die man über dieses Land wissen muss: Jedes einzelne Haus hat eine Karaoke-Anlage! Unabhängig von Talent oder Stimmlage gibt sich jeder ganz der Musik hin. Wenn man durch die Straßen geht, muss man sich einfach dieser lauten, fröhlichen und ausgelassenen Atmosphäre anpassen.

Bei meinem nächtlichen Spaziergang entdeckte ich einen weiteren Straßenverkäufer, der klebriger Mais, eine lokale Spezialität, in die ich mich schon früher im Norden verliebt hatte. Der Mais wird über offener Holzkohle gegrillt und anschließend mit einer speziellen, herzhaften Soße aus Frühlingszwiebeln und Öl bestrichen. Es ist ein rauchiger, bissfester Snack, der süchtig macht und den Sie unbedingt probieren müssen.

Festivalstimmung an der Grenze

Die letzte Station des Abends war ein riesiger Neujahrsmarkt, der mitten im Stadtzentrum aufgebaut war. Die Atmosphäre war einfach elektrisierend! Es gab Fahrgeschäfte für Kinder, große Bühnen mit lokalen vietnamesischen Sängern und eine riesige Menschenmenge aus Erwachsenen, die leidenschaftlich traditionelle Gewinnspiele spielten. Zu beobachten, wie die Einheimischen intensiv um die Hauptpreise – Haushaltsartikel wie Waschmittel und Speiseöl – wetteiferten, bot einen wunderschönen, authentischen Einblick in den Alltag und die Festkultur im Westen Vietnams.

Es war ein unglaubliches Erlebnis, den chaotischen Trubel von Ho-Chi-Minh-Stadt hinter mir zu lassen und in diese einladende, von Überraschungen geprägte Grenzstadt einzutauchen. Mein Roller steht sicher direkt neben dem Hotel, und ich mache mich auf den Weg in mein Zimmer, um die nächste Etappe meiner Route zu planen.

Seid gespannt auf weitere Abenteuer aus den versteckten Winkeln Vietnams! Bis zum nächsten Beitrag!

Ich ließ den weltberühmten, schier unvorstellbaren Motorradverkehr von Ho-Chi-Minh-Stadt hinter mir und machte mich auf meinem treuen Roller auf den Weg zu einer anspruchsvollen 200 Kilometer Reise. Ziel: Die pulsierenden Grenzstädte im Westen Vietnams!

Schaut euch meinen vollständigen YouTube-Vlog an, um diese Reise Schritt für Schritt mitzuerleben!

Staubige Straßen, schmale Gassen und der erste Boxenstopp

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